Friday, May 5, 2017

USW: Good-Bye, Lenin! (2003)

Der Film Good-Bye Lenin! (2003) von Wolfgang Becker erzählt die Familiengeschichte der Familie Kerner, die in der DDR lange gelebt haben. Die Leiterin dieser Familie ist die alte Frau Christiane, die eine treue Unterstützerin der Sozialistischen Einheitspartei ist. In den letzten Jahren der DDR betretet Christiane ein Koma. Sie erwachtet später aus dem Koma, und ihre Kinder sind einverstanden, dass sie die Notlüge reservieren müssen, dass die DDR nie gefallen hat, um die Gesundheit von Christiane zu schützen. Die Konsequenzen dieser Entscheidung sind sehr komisch, und ist schwierig, den Film ohne zu lachen anzuschauen.



Good-Bye Lenin! ist aber kein echte Komödie. Es gibt natürlich viele Witze und spass. Wir sehen auch aber, was für ungelöste Ergebnissen der Zusammenbruch der DDR gebracht hat. Ariane, die Tochter von Christiane, muss entweder bei Burger King arbeiten oder in der Universität studieren, und wählt Burger King, weil die Familie das Geld bedürft. Der ganze Film ist gefärbt durch den Schmerz der Melancholie der Menschen, die zurückgelassen wurden. Es wird nie gesagt, dass die DDR gut war, oder dass sie die Bürgerrechte konservierte. Wir sehen nur menschliche konsequenzen der unmenschlichen Geopolitik. Diese Konsequenzen sind nicht heute gelöst. Viele, die die DDR-Zeiten sich erinnern können, wollen zurückgehen, um eine schöne, imaginierte Vorgangenheit zurückzuförden. Ist das so furchtbar?




USW: "Das Boot" (1981)

"Not Yet, Kamaraden! Not yet!"

Also spricht der Kapitänleutnant des U-Bootes U-96 am Höhepunkt des Filmes Das Boot (1981). Dieser halb-englische Satz ist das Zitat, sozusagen, darum der ganze Film dreht. Das Boot ist die Geschichte der Besatzung eines Unterseeboots, die kämpfen müssen, den Krieg zu überleben. Der Film verwischt die Linie zwischen der Memorialisierung des Krieges und der Memorialisierung der verstorbenen Menschen, die von dem Krieg zerstört wurden. Deswegen reflektiert dieser Film die Komplexität des Krieges. Man feiert jeden Sieg von U-96, ohne zu vergessen, dass es keinen moralischen Wert dieses Kampf gibt, und dass ihre Heimat fast in den letzten Zuckungen liegt. Wir, die Zuschauer, warten uns ungeduldig auf Eisen und Blut, und fühlen uns sicher, weil wir denken, dass wir moralisch sind.



Deswegen würde es zu einfach zu sagen, dass Das Boot nur ein Film gegen Krieg ist. Dieser Film ist eine seltene Kombination eines Lobes für den Toten, und eine Verurteilung gegen Krieg. Und dieser Film stellt vor uns eine Notwendigkeit, die frage zu antworten, ob es möglich ist, einen heldenhaften Kampf zu begehen, obwohl jemand unter dem Druck des unverständlichen Böses steht.



Das Boot ist einer schöne Film, und nicht einfach. Ich würde den Film gern immer wieder sehen.


Tuesday, May 2, 2017

Feuilleton: Gegen die Militarisierung der Polizei

Längst konnte jemand mit den Polizisten seiner Nachbarschaft treffen, ohne Angst zu haben, dass er erschossen worden wäre, oder dass er ohne Advokat oder Richter verhaftet würde. Heutzutage verändert sich die Polizei, und nicht für gut. Jemand, der diese Zeitung normalerweise ließt, kennt die Geschichte der tötlichen Begegnung zwischen dem Polizist W. Tschanz und dem Salonlöwe F. Gastmann. Bei dieser Begegnung wurden drei Menschen - Tschanz, Gastmann, und einen Diener Gastmanns - geschossen. Gastmann und sein Diener haben schnell gestorben; kurz danach hat der Polizist seine letzte, kurze Fahrt bis Entlang zu der Eisenbahn gemacht. Jetzt wissen wir, natürlich, dass der Gastmann keine saubere Seele hat. Unserer Staat dreht sich aber um Gesetze. Die Tatsache, dass Gastmann nie vor einem Richter war - dass seine Bürgerrechte nicht respektiert wurden - ist eine  grosse Schande, und eine Illustration der grossen Gefahr der Militarisierung der schweizerischen Polizei.


Zuerst haben wir endlich gelernt, dass Gastmann von dem Polizist Ulrich Schmied heimlich überprüft wurde. Wir sollen Angst haben, dass diese heimliche Überprüfung so lange dauerte. Gastmann war genau schuldig. Was wäre passiert, aber, wenn er eine saubere Seele hat? Diese heimliche Untersuchung, die ohne eine Durchsuchungsbefehl oder Protokoll dauerte, wäre natürlich ein Verstoss gegen den Bürgerechte des Gastmanns sein! Die Tatsache, dass er Mörder war, ist aber eine falsche Fährte. Das Verstoss gegen Gastmann ist leider nicht einzigartig, weil unsere Polizisten eine Kultur gemacht haben, die sich um die Verderbtheit der Gesellschaft dreht; sie denken, dass es wichtiger einen Verbrecher zu verhaften oder zu erschiessen ist, als unschuldige Männer sicher zu halten. Moderne Ermittler wie der bekannte Lucius Lutz haben es vor, das amerikanische System zu vorstellen, in dem der Schwerpunkt auf der Unterdrückung der Kriminalität liegt. Es ist nicht wichtig, menschlich oder ehrerbietig zu sein, und die Polizisten sind wie eine Besatzungsarmee. Unsere schweizerische Polizei ist heute nicht wie die normale Amerikanische Polizei. Wir sollen hoffen, dass es so dauert. Der britische Jurist William Blackstone schrieb, dass es besser sei, zehn Verbrecher frei ausgehen zu lassen, als einen unschuldigen Mensch zu verhaften. Diese Idee liegt in dem Herz die Schweizerische Konföderation. Unser Bund wurde gegründet zum Teil die Rechte der Bürger zu verteidigen. Wenn wie diese Rechte nicht mehr sicher machen, wie können wir die moralische Überlegenheit haben? Ich meine, dass wir diese Überlegenheit verlieren werden, wenn wir die Rechtsstaatlichkeit aufgeben. Ohne die Rechtsstaatlichkeit haben wir nichts.


Ich habe Angst, dass es zu spät ist, diese Situation zu lösen. Die Kantonspolizei Zürich haben zum Beispiel vor kurzem angefangen, militärische Waffen zu bekommen. Obwohl Herr Tschanz nur eine einfache Revolver hatte, haben viele lokale Politische Leitern es vor, besserer und stärkerer Waffen zu kaufen. Ich bin überzeugt, dass Polizisten nicht vorsichtig oder treu sein werden, wenn sie an diese grosse Macht kommen. Ich bin auch überzeugt, dass die politische Kultur unseres Landes wegen der Militarisierung der Polizei sich verändern will. Die Angst vor der Polizei wird Freie Meinungsäusserung zerquetschen, und danach wird unsere Demokratie krank werden. Jedermann von uns hat die Folgen des Todes der Rechtsstaatlichkeit vor kurzem in Deutschland, in Österreich, in Frankreich, und in Italien gesehen. Können wir nicht deswegen widersprechen?